Malteser
Der antike Gesellschaftshund: Gute Laune in Weiß
Er ist eine der ältesten Hunderassen der Welt. Schon im alten Rom wickelte der Malteser die Damen der Gesellschaft um den Finger. Anders als viele Terrier wurde er nicht für die Jagd gezüchtet, sondern für genau einen Zweck: Gesellschaft zu leisten.
Und das merkt man ihm an. Er ist ein Meister der Empathie, immer gut gelaunt und extrem anhänglich. Aber Vorsicht: Er ist kein langweiliges „Sofakissen“. In dem kleinen weißen Körper steckt ein mutiger, wachsamer Geist, der auch bei langen Spaziergängen fröhlich mitläuft.
In diesem Porträt erfährst du, warum er der ideale Ersthund ist – aber nur, wenn du Spaß an der Fellpflege hast.
Steckbrief: Malteser
- Ursprung: Zentraler Mittelmeerraum (nicht direkt Malta, eher antike Hafenstädte)
- FCI-Gruppe: Gesellschafts- und Begleithunde
- Größe: 20 – 25 cm
- Gewicht: 3 – 4 kg (ein echtes Leichtgewicht)
- Lebenserwartung: 13 – 16+ Jahre (sehr langlebig)
- Fell: Reinweiß, lang, seidig und ohne Unterwolle.
Der Charakter: Ein Sonnenschein mit Wachtrieb
Der Malteser ist unkompliziert, aber nicht charakterlos.
- Der „Gute-Laune-Bär“: Er ist fast immer fröhlich, verspielt und neigt nicht zu Aggressionen. Er liebt seine Menschen abgöttisch und leidet sehr, wenn er lange allein sein muss.
- Wachsam: Unterschätze ihn nicht! Er meldet Besucher zuverlässig. Wenn man das nicht lenkt, kann er zum Kläffer werden („Alarm-Hupe“).
- Mutig: Er weiß oft nicht, wie klein er ist, und tritt auch großen Hunden selbstbewusst entgegen. Da muss man ihn manchmal vor sich selbst schützen.
- Lernwillig: Er lernt Tricks sehr schnell und hat Spaß daran, etwas mit dir zu tun.
Erziehung: Einfach, aber bitte konsequent
Wegen seiner Größe neigt man dazu, ihm alles durchgehen zu lassen.
- Das „Schoßhund-Syndrom“: Wenn er dich anknurrt, weil er nicht vom Sofa will, hast du ein Problem. Auch ein 3-kg-Hund braucht Grenzen.
- Stubenreinheit: Wie bei vielen Zwerghunden dauert es oft etwas länger, bis er zuverlässig stubenrein ist. Geduld ist gefragt.
- Sozialisierung: Er muss lernen, dass große Hunde keine Feinde sind. Welpengruppen sind wichtig, damit er kein ängstlicher „Kläffer“ wird.
Gesundheit: Robust, bis auf die Knie
Der Malteser ist grundsätzlich sehr gesund, hat aber die typischen „Kleinhunde-Probleme“.
- Patellaluxation: Die Kniescheibe springt heraus. Das führt zu dem typischen „Hüpfen“ auf drei Beinen. Achte auf untersuchte Elterntiere!
- Tränende Augen: Die Tränenkanäle sind oft verengt, was zu rot-braunen Verfärbungen unter den Augen führt („Tränenstraße“). Tägliches Augenreinigen ist Pflicht.
- Zähne: Er neigt extrem zu Zahnstein und frühem Zahnverlust. Zähneputzen ist beim Malteser keine übertriebene Fürsorge, sondern Notwendigkeit.
Pflege: Der Haken an der Sache
Hier entscheidet sich, ob der Malteser zu dir passt.
- Tägliches Bürsten: Sein seidiges Haar verfilzt sofort, wenn man es nicht pflegt. Du musst jeden Tag bürsten.
- Der Friseur: Wer das lange „Ausstellungs-Fell“ unpraktisch findet (was im Alltag fast jeder tut), muss alle 6–8 Wochen zum Hundefriseur für einen pflegeleichten „Puppy-Cut“.
- Vorteil: Er haart nicht! Du hast kaum weiße Haare auf der Kleidung, da er keinen Fellwechsel hat.
Fazit: Passt der Malteser zu dir?
Der Malteser ist einer der besten Anfängerhunde überhaupt.
Er ist der richtige Hund für dich, wenn:
- Du einen liebevollen Begleiter suchst, der sich eng an dich bindet.
- Du in einer Stadtwohnung lebst (er braucht wenig Platz, aber trotzdem Auslauf).
- Du bereit bist, täglich Zeit in die Fellpflege zu investieren (das ist das A und O!).
- Du einen Hund suchst, der auch für Senioren gut händelbar ist, aber fit genug für schöne Spaziergänge bleibt.
Wer die Pflege nicht scheut, bekommt einen Freund fürs Leben, der einfach nur dabei sein will und jeden Tag ein Lächeln in dein Gesicht zaubert.
